Sommerliche Blumenreise der Bienen

Sonnenhut Echinacea purpurea "Harvest Moon".

Die Gartenimkerei oder Gartenbienenzucht findet immer mehr Freunde, auch wegen dem Überfluß an vielen guten Blumen und Kräutern in vielen Naturgärten.

Warum den natürlichen Reichtum unserer Gärten ungenutzt an uns vorübergehen lassen?

Wachs und Honig sind zwei kostbare und für die menschliche Gesellschaft fast unentbehrliche Dinge, wie bereits Joseph Pösel  in seinem 1784 erschienen „Gründlich- und vollständiger Unterricht sowohl für die Wald- als Garten-Bienenzucht“ in einem Vorwort schrieb.

Um bienengerechte Pflanzen und Kräuter im Garten zu etablieren, müssen diese oft erst gepflanzt werden. Es ist schön und hilfreich, wenn es Imker oder Bienenzüchter gibt, die sich gegenseitig über gute Bienenpflanzen austauschen oder mit Sämlingen helfen.

Hier ein Einblick in die winzige Welt der Bienen auf ihrer sommerlichen Blumenreise zu diesen Pflanzen:

  • Sonnenhut  Echinacea purpurea „Harvest Moon“
  • Echter Dost Origanum vulgare
  • Strauchmalve, ähnlich wie Thüringer Strauchpappel Lavatera thuringiaca L., aber höher: bis 200 cm, vielleicht eine endemische Art?
  • Raublattaster 140 -180 cm hoch
  • Niedrige Aster 40cm
  • Echter Eibisch
  • Duftnessel Agastache foeniculum
Sonnenhut Echinacea purpurea "Harvest Moon".
Sonnenhut Echinacea purpurea „Harvest Moon“
Echter Dost Origanum vulgare
Echter Dost Origanum vulgare
Die zartrosa Blüte derStrauchmalve.
Strauchmalve
Biene trinkt Nektar auf Strachmalvenblüte.
Biene auf Strauchmalve
Biene beim Pollensammeln auf Rauhblattasterblüte.
Rauhblattaster
Biene beim Abflug von purpurner Asternblüte.
Niedrige Aster
Pollen-Biene mit lila Pollen.
Echter Eibisch
Honigsammlerin auf Duftnessel Agastache foeniculum.
Duftnessel Agastache foeniculum

Bilder: Markus Wurmer, Hausen

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Ein später Schwarm nach der Sommersonnenwende

Sommersonnenwende: Die schön gestreiften Honigbienen der Oswalds.

Auch nach der Sommersonnenwende kann es vereinzelt noch Schwärme geben. Einem dieser späten Bienenschwärme dokumentieren diese Bilder:

Die Bienen haben die Schlüsselfunktion in unseren Ökosystemen inne, da sie für die Vermehrung der Pflanzen eine unverzichtbare Rolle als Pollinatoren wahrnehmen.
 Zum Trocknen ausgebreitetes Heu auf der Bienenhof Bienenkräuterweide. Dahinter die Pestkapelle mit einer mit Holzschindeln gedeckter Apsis und sieben barocken Pilastern in goldgelb, erbaut um 1650. Hier lies sich der späte Schwarm im Astwerk eines kleinen Zwetschgenbäumchen nieder.
Ein Schwarm!
Ein Schwarm sammelt sich um das kleine Bäumchen, wo sich bereits kleine Trauben von Bienen niedergelassen haben.
Eine alte Kapelleim Barockstil mit Holzschindeldeckung am historischen Bienenhof.
Ein neuer Bienenstaat an historischer Stätte. Napoleon ist nach der gewonnenen Schlacht von Abensberg hier vorbeigekommen, wo es auch etliche Gefechte gab.
Die schön gestreiften Honigbienen der Oswalds.
Nahaufnahme von Schwarmbienen der einheimischen Landbiene Apis mellifera hallertauensis aus Ökologischer Bienenhaltung auf dem Ökohof von Oswalds Honigshop, Imkerei und Bienenzucht.
Ökologische Schwarmbienenhaltung: Ein Bienenschwarm zieht in den Bienenkasten ein.
Unsere Honigbienenvölker stammen zu 100% aus natürlicher Schwarmvermehrung auf unserem Öko-Bienenhof. Hier zeiht gerade ein Naturschwarm nach der Sommersonnenwende in seine neue Behausung ein: Ein von uns in Handarbeit individuell gefertigte sogenannte Bienenbeute (Bienenkasten) aus hier gewachsenem Strobenholz. Ein Ast ist ans Flugbrett gelehnt, damit Bienen, die ins Gras gefallen sind nicht den Anschluß verlieren und auch zu Fuß in die Beute einziehen können.

 

 

 

Die Waldblüte oder Blüte des Waldes

Wunderschöne Waldblumen auf einer Lichtung.

Die Waldblüte nach der Sonnenwende markiert eine Änderung im Geschehen rund um den Mikrokosmos Bienenstaat. Bereits jetzt, einige Tage beziehungsweise zwei Wochen nach der Sommersonnenwende merken die Bienen, dass die Tage kürzer werden und die Sonne jeden Tag ein wenig niedriger steigt als einen Tag vorher. Dies veranlasst die Bienen, Ihren bisherigen Plan zu ändern, und nicht mehr auf die Vermehrung und Expansion des eigenen Volkes ihr Augenmerk zu Richten, sondern auf die Vorbereitung auf das Überleben des Volkes während der dunklen Jahreszeit. Dies versuchen die Bienen umzusetzen, indem Sie die Vorräte an Honig näher ans Brutnest umschichten, das heißt, sie Tragen die Vorräte näher Richtung Brutnest um. Gleichzeitig fangen Sie an, das Nest mit Bienenkittharz oder Propolis abzudichten, und es dadurch wasserdicht, keimfrei, und angenehm duftend  zu machen.

Gestreifte Bienen in lustiger Geselligkeit.
Das Kleinste der landwirtschaftlichen Nutztiere erfüllt die größte Aufgabe: Die Bestäubung von Billionen von Blüten, die verstreut in Wald, Feld und Flur von den Bienen exakt im richtigen Zeitpunkt aufgesucht werden müssen. Werden die Blüten nicht beflogen, stirbt die Landschaft einen leisen Tod. Einst blühende Landschaften können öde werden, wie man am Beispiel der Sahara sieht,  die früher die Kornkammer des Imperiums Romanum war. Erst fiel der Wald, dann blieben die Bienen aus, so dass sich die verbliebenen Pflanzen nicht mehr vermehren konnten. Die fehlende Vegetation lies die Wolken nicht mehr abregnen, so dass auch das Wasser zuletzt ausblieb.

Nach der Sommersonnenwende beginnt der Hochsommer. Die Temperaturen liegen konstant über 20° Celsius, so dass die Bienen bei Ihren Ausflügen mutiger werden, und auch in den Wald hineinfliegen können, wo es normalerweise immer kühler ist. Dort finden Sie die für Bienen ungemein attraktive Waldbrombeere Rubus fruticosus.

Honig kaufen Waldblüte; Brombeeerstraäucher im Wald.
Waldbrombeeren Strauch an einer Forststraße durch das Sauwinkelholz bei Baldershausen.

Wenn wir die unzähligen Blüten der wilden Waldbrombeere genauer betrachten, fällt uns auf, dass sich dort eine große Vielfalt an Bestäuberinsekten eingefunden hat, wobei die Honigbienen natürlich nicht fehlen dürfen.

Gartenhummel auf Brombeerblüte.
Die Blüten der wilden Brombeere werden gelichzeitig von Hummeln und Honigbienen beflogen. Die Honigbienen sind freundliche Geschöpfe, deshalb machen sie Platz, wenn eine behäbige, pelztragende Hummel kommt.

Die wilde Brombeere ist sehr auffällig durch ihre markanten Ranken und das immergrüne Laub, das roh gegessen werden kann, und früher im Winter sowhl eine billige Vitaminnahrung war, als auch ein leckerer Kräutertee, vor allem wenn er mit leckerem Honig schön süß war.

Brombeerwaldhonig Waldhonig 2016, Die Ranken der wilden Brombeere.
Der Fichten-Eichen-Kirschen- Brombeerwald ist ein Charakteristikum unserer Landschaft hier im Isar-Hügelland. Die Ranken der Bromeere wachsen gerne waagrecht über die Äste der Bäume hinweg, idealerweise an Kirsche und Eiche. Sie bilden Zusammen die perfekte Pflanzengesellschaft des Bienenwaldes. Hier ist weniger mehr. Man braucht nicht viele Baumarten für einen Bienenwald. Es genügen Haselnuss, Salweide, Schlehe, Vogelkirsche, Wildapfel, Weissdorn, Robinie, Eiche, Sommerlinde, Winterlinde, Efeu und Wilder Wein.
Blütenhonig neue Ernte. Blüten der Waldbeere.
Die Waldblüte der Brombeere öffnet sich nicht zugleich sondern nach und nach, was den Blütenbesuchern entgegenkommt.
Dornen der Brombeere
Dornen der wilden Brombeere, die auf bairisch früher „Brabeah“ geheißen hat (Himbeere war „Moibeah“, und Erdbeere „Roubeah“)

Die weiße Blüte der Brombeere.

Wunderschöne Waldblumen auf einer Lichtung.
Der Wald in der Nähe unserer Imkerei birgt noch weitere Waldblüte weit abseits von den Wegen.
Imkerei Oswald bio honig com
Waldblüte; Imkerei Oswald bio honig com https://facebook.com/imkerei.oswald

 

Himbeerhonig: Der Imker und seine Bienen wärend der Himbeerblüte

Backhonig vom Imker; Entstehung von Honig; Biene auf Himbeerblüte.

Mit Himbeerhonig schließt sich der Reigen der Frühlingsblüher und es beginnt die Sommerblüte

Die gestreiften Honigbienen richten sich bekanntlich nicht nach dem Kalender, sondern nach der Sonne und nach der Blütenuhr. Jedes Jahr blühen die einzelnen Arten von Blütenpflanzen nach bestimmten Naturgesetzen, nämlich nach einer bestimmten Intensität und Dauer des Sonnenscheins. Wenn der imposante und extrem stark duftende Weissdorn „durch“ ist –so sagt man in der Imkersprache, wenn eine Blütentracht von den Bienen genutzt wurde und am Abblühen ist- dann blühen hierzulande die wilden Himbeerstauden, die sich gerne an Waldrändern, Waldlichtungen und in Naturgärten ansiedeln und Himbeerhonig liefern. Weil es aber wenig Waldlichtungen gibt, und auch in den letzten fünf bis zehn Jahren mindestens die Hälfte der naturnahen Waldränder beseitigt wurden, müssen die Bienen wie so oft weit fliegen und suchen, bis sie die Himbeerflächen, die meist an Windwurfflächen entstehen, finden können. Diese Windwurfflächen, wie sie zum Beispiel bei dem Sturm „Wiebke“ entstanden sind, zeigen auf wie die Natur sich regenieriert, die sich durch Unwetter und Sturm Luft macht, und sich befreit von einem zu engen Korsett.  Die Himbeerblüte ist ziemlich unscheinbar, aber sehr ergiebig für die Bienen. Der Nektar ist mehr oder weniger farblos, aber sehr attraktiv durch einen hohen Zuckergehalt. Die Himbeere, lateinisch Rubus idaeus L., französisch Framboisier, englisch raspberry,  ist ein Beerenstrauch, der auf dem ganzen Planeten Erde in mehreren hundert Arten vorkommt, laut Dr. Friedgard Schaper, die in ihrem Trachtpflanzenbuch der Himbeere einige Seiten gewidmet hat:

„Die Himbeeren sind Halbsträucher, d.h. die Schößlinge tragen im zweiten Jahr Blüten und sterben dann ab. Ihr Wuchs ist aufrecht, nur zuletzt überhängend. Die Vermehrung erfolgt über Wurzelbrut aus dem ausdauernden Wurzelstock. Wilde Himbeeren besiedeln gerne Waldlichtungen, Waldränder, Hecken, Staudenfluren der Auen und des Gebirges. Fruchtbare, nicht zu trockene Lagen werden bevorzugt, sind aber nicht Bedingung der Besiedelung. (…) Die Blütenanlage erfolgt bereits im Frühsommer und Herbst des Vorjahres. Bei Himbeeren ist ein gewisser Kälteeinfluß für die entgültige Entwicklung der Blüte nötig. (…) Von der europäischen Art begann die Himbeerkultur vor etwa 400 Jahren. (…) Die Nektarienfläche ist in der Himbeerblüte wesentlich größer als in der Brombeerblüte und sondert entsprechend mehr Nektar ab. Nektar, Pollen: Die Rubus-Arten gehören zu den beliebtesten und ausgiebigsten Pollen- und Nektarspendern der Bienen. Besonders die kultivierten und wildwachsenden Himbeeren spielen als Honigquelle eine wichtige Rolle. (…) Der Honigwert reiner Himbeerbestände wird auf 117-122 kg/ha, der von Brombeeren auf 5-26 kg/ha geschätzt. (…) Die Blüten sind pollenreich. Die Pollendarbietung dauert vom Morgen bis in die späten Nachmittagsstunden (Ganztagstypus). Der Pollen wird in mittelgroßen hell- bis dunkelgrauen Höschen eingetragen.“

Anna Maurizio und Friedgard Schaper: Das Trachtpflanzenbuch. Nektar und Pollen – die wichtigsten Nahrungsquellen der Honigbiene. 4.Auflage. Müchen 1994.

Dichte Bienenhecke aus Wildrose und wilder Himbeere am Bienenstand zur Erzeugung von Himbeerhonig.
Wilde Himbeeren in der Bienenhecke des Bienengartens der Imkerei Oswald. Foto Bienenhof Oswald Juni 2016

Die wilde Himbeere wird idealerweise in eine siebenreihige Hecke im Randbereich auf der Südseite oder der Westseite (Nachmittagssonne) gepflanzt, auch gut in Kombinationen mit kriechender Wildrose.

Ein Honigbiene auf einer Himbeerblüte sitzend.
Eine Honigbiene auf wilder Himbeerblüte sammelt für unseren natürlichen Himbeerhonig.

Himbeerhonig wird von den Bienen am Ende der Blütenhonigtracht eingetragen und ist sowohl Bestandteil des Blütenhonigs von Imkerei Oswald,  als auch Bestandteil unseres Sommer- und Waldhonigs.

Himbeerblüte und Himbeerblütenknospen.
Deutlich ist zu sehen, wie an einer Himbeerpflanze aufgeblühte Blüten als auch Knospen zeitgleich nebeneinander zu finden sind. Dadurch erstreckt sich die Blüte über einen längeren Zeitraum.
Orange-goldfarbene Biene auf weißer Himbeerblüte
Hier ist schön zu sehen, wie harmonisch die Himbeerblüte in Größe und Farbe zur Honigbiene abgestimmt it ist.

Oft wird gefragt, was ist der Unterschied zwischen Biohonig aus der Region und anonymer Massenware vom Discounter? Der Unterschied ist, dass der Biohonig aus der Region eine Visitenkarte hat, und auf dieser Visitenkarte steht zum Beispiel die Wilde Himbeere. Denn beim Discounter stehen viel große Worte auf dem Honigetikett, wie zum Beispiel Wildblütenhonig, Berghonig, Landhonig, Imkerhonig, Auslesehonig und vieles andere mehr. Aber stimmt das wirklich? In Wahrheit dürften diese Bezeichnungen nur verwendet werden, wenn die Aussage zu 100% stimmt. Das ist aber nicht der Fall. Es ist wie mit dem Olivenöl. Der Bedarf an erstklassigem Olivenöl ist weltweit ca. einhundert Mal größer als die weltweit erzeugte Menge. Die Folge ist, dass das Olivenöl im Discounter durchnittlich weniger als 10% echtes Olivenöl enthält, da es mit speziell aufbereitetem Palmöl gestreckt wurde, ohne dass der Verbraucher oder die Lebensmittelaufsicht einschreiten kann. Ähnlich verhällt es sich mit anonymer Billighonig-Handelsware. Laut einer aktuellen Studie enthält die Billigware durchschnittlich nur etwa 25% echten Honig. So gesehen ist die Billigware in Wirklichkeit viel viel teurer als richtiger Honig vom Imker von echten Bienenvölkern in der heimischen Region.

Biene sammelt kopfüber Himbeerblütennektar an einer Wildblüte
Die fleissigen Honigbienen sammeln in jeder Position

Die Bienen sind so beschäftigt und schnell unterwegs, dass sie den Fotograf gar nicht bemerken. Das macht es mir einfach, die kleinen gestreiften „girls“ zu fotografieren.

Pollensammelnde Biene mit kleinem runden Pollen am hinteren Beinpaar.
Hier erkennt man das kleine runde, hellgraue Himbeerpollenpaket am hinteren Beinpaar der Pollensammlerin.

Das Pollenhöschen ist relativ klein. Himbeere ist vor allem interessant für Nektar und Himbeerhonig, weniger für Pollen.

Apis mellifera hallertauensis auf einer Wildblüte.
Himbeerblütenhonig ist Wildblütenhonig. Foto Imkerei Oswald Juni 2016.

Es sind die Staubgefäße der Blüten mit dem hellgrauen Pollen deutlich zu sehen.

Das Bienenauge ist in der Nahaufnahme gut zu sehen.
Auf diesem Bild ist gut zu erkennen wie gut die Bienen farblich an die Blüte angepaßt ist. Auch das Leuchten des Bienenauges ist phantastisch zu sehen.

Bei den Augen der Bienen unterscheidet man zwei Arten: Punktaugen und Facettenaugen. Letzteres ermöglicht prismatisches Sehen, das heißt es ermöglicht das Sehen der einzelnen Sonnenstrahlen. Gegenstände werden in einzelne Punkte zerlegt und wie ein Mosaik wargenommen. Dadurch wird das Sehen von sich schnell bewegenden Bildern ermöglicht (200 Bilder pro Sekunde).

Eine Biene saugt Nektar von einer Blüte.
Den Nektar saugt die Biene mit dem Rüssel so wie mit einem Strohhalm.

Aus jeder bestäubten Blüte entwickelt sich eine süße Himbeere. Deshalb sind alle Produkte aus Himbeeren bienenfreundliche Produkte, als da wären Himbeersaft, getrocknete Himbeeren, Himbeersirup, Himbeereis, gefrorene Himbeeren, frische Himbeeren, Himbeermarmelade, Honig mit Himbeere und Himbeerhonig. Gut schmecken heiße Himbeeren mit Honig, aber auch Honig mit Himbeeren oder Himbeersaft mit Honig.

Historisches Imker-Holzhaus.
Danke, dass Sie von unserer kleinen, regionalen Imkerei Honig direkt beziehen. Foto: Historisches Imker-Holzhaus.

Hier geht´s nun endlich zum Top-Angebot an Blütenhonig, für den unsere hier abgebildeten Bienen-Stars unter anderem fleissig Himbeerblüten beflogen haben: https://imkerei-oswald.de/shop/naturhonig-bienenhof-edition-sonnenvogelchen-6-x-500g-bio-bienenhonig-aus-dem-isar-hugelland/

 

Über unsere fb-Fanseite bleiben Sie darüberhinaus informiert über neue Blog Beiträge von Imkermeister Oswald: http://facebook.com/imkerei.oswald

Warum ist der Blütenhonig unserer Ernte 2013 dunkelgoldgelb?

Organic Honey Germany: Blossom Honey harvested late.

Das vergangene Jahr begann mit dem kältesten März seit 120 Jahren (das genaue Gegenteil dieses März 2014). Im diesem Monat legen sich die Bienen einen großen Vorrat an Blütenpollen von Weidenkätzchen an. Der Pollen der Palmkätzchen besitzt eine sehr hohe biologische Wertigkeit und ist die wichtigste Eiweißquelle des ganzen Jahres. Der Weidenpollen und -nektar löst den ersten massiven Bruteinschlag des Jahres aus, jedoch dauert es von der Eilage zur flugfähigen Sammelbiene noch 40 Tage. Da, wie gesagt, der März so ungewöhnlich kalt war, verschob sich der Beflug der Weidenkätzchen durch die Honigbienen um ein Monat auf April, mit der Folge, dass zur Hochblüte von Löwenzahn, Obstblüte und Raps nicht so viele Flugbienen wie normalerweise vorhanden waren. Da unsere Bienen sich aber nicht damit abfinden, sondern immer eine Lösung für jedes Problem parat haben, beflogen sie stattdessen die im Wald vorkommenden wilden Himbeer-und Brombeersträucher, welche einen sehr feinen Honig liefern. Doch nachdem die Bienen durch die Brombeerblüte den Wald genauer unter die Lupe nahmen, entdeckten sie nebenbei auch noch Honigtau von der Stieleiche und später von der Fichte. Der Eichenhonig ist von ähnlicher Farbe wie Eichenholz oder Lehm, und hat eine sehr zurückhaltende Süsse mit einem Anflug von Bitterstoffen. Vielleicht haben die unsere Bienen auch deswegen den Eichenhonig gefunden, weil Sie im Herbst einen ökologischen Eichentee bekommen haben, für eine gute Überwinterung. Der Fichtenhonig geht mehr in das Rötliche, das Bernsteinfarbene. Der abgebildete Blütenhonig stammt aus der Anfangsphase der Waldblüte, also dem Beginn der Brombeerblüte mit etwas Anteil aus der Eichentracht. Da die beflogenen Brombeeren und Eichen nicht aus Pflanzungen stammen, sondern es sich um echt autochthone Wildpflanzen handelt, ist dieser Honig eine Wildpflanzenspezialität, die in Deutschland und der Welt selten geworden ist, und die mit einen phantastischen Geschmack und maximalen Gesundheitswert aufwarten kann.

Blüten-Honig aus der Ernte 2013
Blüten-Honig aus der Ernte 2013