Frühlingluft und Bienengesumm

Aus der Bienenhaltung: Eine pollensammelnde Flugbiene befliegt eine Blüte der Kornellkirsche.

Heute war es dann doch soweit. Die Sonne kam heraus und erwärmte die Luft durch ihre warmen Strahlen. Der Schnee, der gestern noch unsere Landschaft bedeckte, verschwand heute bis auf winzige Reste. Ich war natürlich neugierig, wie die Bienen darauf reagieren würden. Honigbienen sind ja bekanntlich Wetterpropheten. Und ja, schon sehr früh, als sogar noch ein kühler Wind ging, hörte man ich schon ihr Summen in der Frühlingsluft. Zunächst war das Flugspiel ungeordnet zaghaft. Als die Sonne höher stieg, hatten die ersten Bienen meine neue Bienentränke mit den wärmenden Lavasteinen entdeckt, und ließen sich dort zum Wasserschlürfen dankbar nieder (siehe Foto: Bienen auf Lavasteinen).

Bienen beim Wassersammeln.n
Bienentränke aus Lavasteinen. Foto: Oswald 2018

Ich hatte schon lange gehofft, dass die Weidenbäume und Weidensträucher endlich blühen würden. Für die Bienen ist es die wichtigste Nahrungsquelle des ganzen Jahres, weil die Weiden bei uns die erste Nektarquelle des Jahres sind, und weil die Weiden den wertvollsten Blütenstaub überhaupt liefern. Mit dieser hochwertigen natürlichen Eiweißnahrung werden jetzt die Sommerbienen erbrütet. Als ich jedoch keine Bienen an den Weiden sah, war ich etwas verwundert. Nach genauerem hinsehen war klar dass die Bienen noch einen späten, zweiten Reinigungsflug nötig hatten.

Blühende Weiden vor blauem Himmel.
Weiden im Bienengarten Weidenbiotop auf dem Bienenhof der Imkerfamilie Oswald. Foto: imkerei-oswald.de 2018

Bis zum Nachmittag dann hatte sich die Bienen in der warmen Frühlingsluft eingeflogen. Nun machte ich mich noch einmal auf einen Trachterkundungsgang, ausgerüstet mit meinem guten Eschenbach-Fernglas, um die einzelnen Weidenarten, welche ich auf dem Bienenhof in den letzten 15 Jahren gepflanzt habe, genauer auf Bienenbeflug zu untersuchen. Die Suche nach Bienenbeflug des Weidenbiotops wurde aber enttäuscht. Auch auf den am frühsten blühenden Schwarzweiden (salix nigrans) war noch keinerlei Bienenbeflug feststellbar. Obwohl es sich nur noch um einzelne oder einen Tag handeln kann, war noch keine einzige Bienen an den Weiden zu sehen.

Einelne Bienenvölker stehen in einem Garten verteilt.
Bienenhaltung am natürlichen Weidenbiotop mit viel Platz für die einzelnen Völker. Foto: imkerei-oswald.de 2018

Nach längerem Suchen entdeckte ich dann doch noch Bienen an den zitronengelben Blüten der Kornellkirsche, die oft noch vor der Weide blüht.
Denn Honigbienen sind ja bekanntlich blütenstet, das heißt, eine einzelne Honigbiene wechselt innerhalb eines Sammelfluges nicht zwischen Blüten verschiedener botanischer Arten, sondern fokussiert ihren Sammelflug ausschließlich auf eine Blütenpflanzenart, wodurch die Bestäubungsarbeit überhaupt erst effektiv wird. In unserem Fall war es eben die Kornellkirsche. Und eben deshalb waren heute auch keine Bienen an den Weidenkätzchen zu sehen! Ganz nebenbei erwähnt bedeutet es für den Strauch der Kornellkirsche einen Überlebensvorteil, wenn sie zeitlich vor den Weidenbüschen zu blühen beginnt. Denn die Wieden sind konkurrenzlos attraktiv für die Bienen, sowohl was die biologische Wertigkeit und Menge des Pollens, aber auch was die Ergiebigkeit der Nektarmenge angeht.

Die Kornellkirsche ist ein bei uns heimischer Vorfrühlingsblüher und wilde Heckenpflanze. Seine Früchte sind essbar und eigenen sich zur Weinbereitung. Die Kornellkirsche ist bei uns die erste Pollenspenderin des Frühjahrs für unsere Bienen. Foto: Oswald 2018
Eine Biene auf Sammelflug.
Pollen von der Kornellkirsche ist eine wichtige erste Nahrungsquelle für unsere Honigbiene. Eine Biene auf Sammelflug ist links oben im Bild zu sehen. Foto: Imkerei Oswald 2018
Biene auf gelber Blüte.
Honigbiene auf Kornelkirsche (Cornus mas L.). Die Früchte der K. werden auch von Vögeln gern gefressen, und sind sehr gesund (Vitamin C). Foto: IM Oswald 2018
Eine Biene auf einer Blüte.
Wie kleine Artisten huschen die Bienen von Blüte zu Blüte in Bruchteilen von Sekunden, fast zu schnell für das menschliche Auge. Früher wurden aus dem harten Holz der Kornellkirsche Spazierstöcke hergestellt. Foto: imkerei-oswald.de 2018
Aus der Bienenhaltung: Eine pollensammelnde Flugbiene befliegt eine Blüte der Kornellkirsche.
Aus unserer Bienenhaltung: Eine der ersten Pollensammlerinnen des Jahres befliegt am 26.03.2018 eine Kornellkirschenblüte. Foto: imkerei-oswald.de
Kleine Biene im Frühling.
Eine einzelne kleine Blüte für die Biene, aber eine gigantische Bedeutung für das Überleben auf dem Planeten. Foto. H.G.O. 2018
Bienelein beim Sammeln.
Honigblüten ohne Zahl, Bachgemurmel, Blütenduft im warmen Sonnenstrahl, wie froh war nun das Bienelein.(Aus einem Volkslied)
Eine Biene auf einem Strauch.
Die Biene trägt, genährt von Blumenstaub, den süßen Honig in ihr stilles Haus. (T.B. 1820) Foto: H.G.O. 2018

Jetzt im März beginnt bei den Honigbienen und Waldameisen die wichtige Phase der Sonnung. Wärend die letzten Reste des Schnees schmelzen, wärmt die Märzsonne die sonnenbegünstigten Stellen in der Landschaft auf. Diese kleinklimatisch warmen Stellen sind oft Südseiten von Hängen, Schotterflächen, Hecken und Waldrändern, aber auch von Gebäuden. Überall dort werden die die Sonnenstrahlen in stärkerem Maße reflektiert und damit gebündelt. Besonders die Bodenbeschaffenheitträgt maßgeblich zur schnelleren Erwärmung bei. Eichenlaub und trockenes Altgras sowie Kalkschotter trocknen und erwärmen sich besonders schnell. In meinem Beruf als Imkermeister mache ich mir diese Erkenntnis seit langem zu Nutze, indem ich die  Bienenvölker aus meiner Bienenhaltung ausschließlich an solchen wärmebegünstigten Standorten aufstelle. Ich habe schon viele Bienenstandorte über viele Jahre ausprobiert, es waren insgesamt bisher 47 verschiedene Standorte, auf denen ich Bienen hatte. Es zeigte sich immer und immer wieder, dass windige oder schattige Standorte eine für die Bienen unzumutbar sind, und für den Imker sehr verlustreich sind. Sonnung bedeutet für die Honigbienen und die Waldameisen gleichermaßen, dass sie mit ihren kleinen Körpern die Sonnenstrahlung aufnehmen, und ins innere des Nestes tragen. Durch diesen Wärme- und Aktivitätsreiz beginnt wieder die sprichwörtliche emsige Betriebsamkeit in den Insektenstaaten einzukehren.

Warum die die riesigen blühenden Ackerflächen im Herbst den Bienen wenig Nutzen, sondern großen Schaden bringen:

Warum die staatlichen „Greening“ (Bodenbedeckung) Maßnahmen der Bienenhaltung und Deutschen Imkerei großen Schaden anrichten. Der Verlauf des Klimas im Herbst 2017 und Winter 2017/2018 war für die Deutsche Imkerschaft und die Bienen alles andere als leicht. Wie bereits befürchtet, stellte sich das sogenannte „Greening“ Programm (staatlich Prämie für Bodenbedeckung auf Ackerflächen im Herbst/Winter) als extrem problematisch für die Bienen heraus. mit „Greening“ wird der Anbau von staatlich subventionierten konventionellen Gründüngungspflanzen wie zum Beispiel Ackersenf auf abgeernteten Feldern bezeichnet, welche über den Winter auf den Feldern stehenbleiben und abfrieren. Mit dieser Maßnahme soll Nitratauswaschung der Gülle und Bodenerosion infolge der Zunahme des Maisanbaus und ständig steigenden Intensivierung der Tierhaltung entgegengewirkt werden.

Anfänglich waren bestimmte Funktionäre der Imkerschaft euphorisch, weil sie dachten, das Greening würde den Bienen guttun. Aber die Imker beginnen jetzt erst die Schäden langsam zu erkennen. Denn die Greeningflächen blühen normalerweise erst ab Okober und November, wenn die Tageswärme nicht mehr ausreicht, um bei den Pflanzen eine Nektarproduktion anzuregen. Manchmal kann man an besonders warmen Tagen kleine Gewichtszunahmen feststellen, die aber durch die gesteigerte Aktivität zur Unzeit bereits am nächsten Tag wieder aufgezehrt ist. Die Nektarproduktion setzt erst bei Schattentemperaturen von 18°Celsius ein. Doch im Herbst hat es meist nicht 18° Celsius, sonder eher 12-15°Celsius. In diesem Temperaturbereich wird von den Bienen nur Pollen eingetragen, der aber im Herbst nicht gebraucht wird, und zu großer Unordnung im Brutnest führt. Der Blühzeitpunkt im November ist völlig gegen die natürlichen Rhythmen. Denn die Bienen richten sich nach dem natürlichen Jahreslauf, wo im Frühjahr die Pflanzen blühen und im Sommer die Früchte reifen. Die Politik zusammen mit der Wissenschaft hat wieder einmal alles auf den Kopf gestellt, so dass es kurz vor dem Frost zur Hauptblüte des Jahres kommt. Was hier wieder für ein staatlich bezahlter und wissenschaftlicher Unfug mit den Bienen  angestellt wird, zum Schaden von Bienen und Imkerschaft, ist schon schlimm genug, wird aber von den Funktionären PR-wirksam als gratis Wohltat für die Bienen verkauft. Kurz vor dem Frost wird zur völligen Unzeit die Biene durch gigantische Blühflächen zu einem extrem späten Bruteinschlag gereizt. Diese antizyklische Verrücktheit führt zum Verbrauch lebenswichtiger Wintervorräte der Bienenvölker und zur Verschärfung der Varroasituation durch verspätete Brutfreiheit im Bienenvolk. Aus imkerlicher Sicht bringt das „Greening“ langfristig steigende Verluste an Bienenvölkern ein, die durch nichts kompensiert werden können. Immer mehr Insider bezeichnen daher das sogenannte „Greening“ als agrarpolitischen Etikettenschwindel. Genauer gesagt stellt es eigentlich eine „Greenwashing“- Maßnahme des Maisanbaues dar, und ist eine Art Reperaturmaßnahme für eine seit Jahrzehnten verfehlte Agrarpolitik. Besser für die Bienen und Imkerschaft wäre eine Rückkehr zu einer bienenfreundlichen Landbewirtschaftung, wie sie bis 1850 betrieben wurde, mit Schwerpunkt auf wiederkäuendes Weidevieh wie Schafe, Ziegen und Rinder, mit Waldweide und kleinstrukturiertem Weideland. Diese Zukunftsvision scheint derzeit in weiter Ferne, aber es ist nie zu spät, für unsere Lebensgrundlagen und die Zukunft der Bienenhaltung in Deutschland zu kämpfen. Denn wer keine Wurzeln hat, hat keine Zukunft. Und unsere Wurzeln sind auch das Land unserer Vorfahren und die ursprüngliche, lebenswerte Landschaft.

Wunderschön: Honigbienen auf Wildtulpenart Tulipa polychroma

Honigbienen höseln Blütenstaub auf Wildtulpenart Tulipa polychroma.
Honigbienen höseln Blütenstaub auf Wildtulpenart Tulipa polychroma.
Dieses aktuelle Foto vom 11. März 2017 zeigt zwei einheimische Honigbienen beim Höseln von Pollen. Unter „Höseln“ versteht man in der Imkersprache das Sammeln von Blütenstaub in kleinen Körbchen an dem hinteren Beinpaar der Honigbienen. (Foto: Dank an Markus Wurmer)

Honigbienen höseln Blütenstaub

Dieses aktuelle Foto vom 11. März 2017 zeigt zwei einheimische Honigbienen beim Höseln von Pollen. Unter „Höseln“ versteht man in der Imkersprache das Sammeln von Blütenstaub in kleinen Körbchen an dem hinteren Beinpaar der Honigbienen. (Foto: Dank an Markus Wurmer)

Hoch lebe die Biene!

Sommerliche Blumenreise der Bienen

Sonnenhut Echinacea purpurea "Harvest Moon".

Die Gartenimkerei oder Gartenbienenzucht findet immer mehr Freunde, auch wegen dem Überfluß an vielen guten Blumen und Kräutern in vielen Naturgärten.

Warum den natürlichen Reichtum unserer Gärten ungenutzt an uns vorübergehen lassen?

Wachs und Honig sind zwei kostbare und für die menschliche Gesellschaft fast unentbehrliche Dinge, wie bereits Joseph Pösel  in seinem 1784 erschienen „Gründlich- und vollständiger Unterricht sowohl für die Wald- als Garten-Bienenzucht“ in einem Vorwort schrieb.

Um bienengerechte Pflanzen und Kräuter im Garten zu etablieren, müssen diese oft erst gepflanzt werden. Es ist schön und hilfreich, wenn es Imker oder Bienenzüchter gibt, die sich gegenseitig über gute Bienenpflanzen austauschen oder mit Sämlingen helfen.

Hier ein Einblick in die winzige Welt der Bienen auf ihrer sommerlichen Blumenreise zu diesen Pflanzen:

  • Sonnenhut  Echinacea purpurea „Harvest Moon“
  • Echter Dost Origanum vulgare
  • Strauchmalve, ähnlich wie Thüringer Strauchpappel Lavatera thuringiaca L., aber höher: bis 200 cm, vielleicht eine endemische Art?
  • Raublattaster 140 -180 cm hoch
  • Niedrige Aster 40cm
  • Echter Eibisch
  • Duftnessel Agastache foeniculum
Sonnenhut Echinacea purpurea "Harvest Moon".
Sonnenhut Echinacea purpurea „Harvest Moon“
Echter Dost Origanum vulgare
Echter Dost Origanum vulgare
Die zartrosa Blüte derStrauchmalve.
Strauchmalve
Biene trinkt Nektar auf Strachmalvenblüte.
Biene auf Strauchmalve
Biene beim Pollensammeln auf Rauhblattasterblüte.
Rauhblattaster
Biene beim Abflug von purpurner Asternblüte.
Niedrige Aster
Pollen-Biene mit lila Pollen.
Echter Eibisch
Honigsammlerin auf Duftnessel Agastache foeniculum.
Duftnessel Agastache foeniculum

Bilder: Markus Wurmer, Hausen

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Durch die ersten Frostnächte hält bei den Bienen die Winterruhe bald Einzug

Bei den Bienen / Honig vom Imker: Der Mond ist am Bienenstand aufgegangen

Wissen wann bei den Bienen Winterruhe einkehrt

Um zu wissen, wie es den Bienen jetzt geht, müssen wir eine kleine Nachtreise zu den Bienenständen unternehmen. Nachdem gestern (14. November 2016) der Supermond aufgegangen war, war es hell genug, um dem Bienengarten einen Besuch abzustatten. Warum Nacht? Der Grund ist folgender: Die ersten beiden Frostnächte sind extrem wichtig für die Berechnung der brutfreien Zeit, auch Winterruhe genannt. Dies geschieht so: Nach den ersten beiden richtigen Frostnächten wird dieses Datum im Kalender markiert und die darauffolgenden Tage bis einundzwanzig durchgezählt. Richtiger Frost ist dann gegeben, wenn Wasser in einer Schale durchgefriert, ich spreche also nicht von Raureif, sondern von Frost. Diese beiden Frosttage waren bei uns im Isar-Hügelland um den 15. November 2016. Zähle ich einundzwanzig Tage hinzu, komme ich auf den sechsten Dezember. Die einundzwanzig Tage markieren die Entwicklungszeit eines Bieneneies zu einer komplett ausgeschlüpften Biene.

Kältereiz ist wichtig

Die Bienenkönigin braucht den Kältereiz um zu wissen, wann sie das Legegeschäft einstellen soll. Eine Bienenkönigin ist gewöhnt, im Prinzip 24 Stunden mit der Anlage von Brutflächen beschäftigt zu sein, dem sogenannten Bestiften. Bieneneier sehen aus wie kleine Stifte, die senkrecht in der Zelle stehen. Die die Zellen aber ungefähr horizontal verlaufen, stehen die Stifte ebenfalls ungefähr horizontal in der Wabe.

Jede Erschütterung, Geräusch oder Störung muss unterbleiben

Jede Störung lockert die Winterkugel und ist daher schlecht. Man achte auch auf Vermeidung von Störungen durch Spechte, Wildschweine, Holzarbeiten, Vibration durch Traktoren und Maschinen, Abgase, Schusswaffen etc.

Stürme und starken Wind abwehren

Schutz vor Stürmen und starkem Wind wird gut durch die Anlage einer Schutzpflanzung, eines sogenannten „grünen Pullovers“ auf der Nordseite sowie auf den Seiten erreicht. Dafür haben sich aus eigener Erfahrung folgenden Pflanzengesellschaften bewährt:

  • Stieleichen im Abstand von fünf Metern, dazwischen Buchs, Haselnuss, Weissdorn, Wildrosen, Efeu und Brombeeren. Wenn die Eichen Armdicke erreicht haben, in fünf Meter Höhe kappen und neu austreiben lassen. Ideale Tiefe der Schutzhecke beträgt zehn Meter, die Länge 25 bis 50 Meter.
  • Kiefern im Abstand von fünf Metern, dazwischen Buchs, Haselnuss, Weissdorn, Efeu, Wildrosen und Brombeeren. Wenn die Kiefern armdicke erreicht haben, ebenfalls in fünf Meter Höhe kappen.

Nicht besorgt sein

Wer alle Vorarbeiten zur Einwinterung bei den Bienen ab Juli gewissenhaft erfüllt hat, braucht um seine Bienen während des Winters nicht besorgt sein.

supermond

Nützlicher Link zum Supervollmond am 14.11.2016: https://de.wikipedia.org/wiki/Supervollmond

Zum Herbstanfang Beflug von Ölrettich und Buchweizen

Herbstanfang: Tautropfen im Morgensonnenlicht an einem Spinnennetz.

Am 22. September 2016 ist der kalendarische oder astronomische Herbstanfang. Ab diesem Datum werden die Nächte länger und die Tage kürzer. Das Licht bekommt ebenso eine neue Qualität, es wird weicher und die Farben werden durch den schrägeren Sonneneinfallswinkel wärmer, goldener. Die Nächte werden empfindlich kalt, so dass am Morgen sich die Tautropfen wie kleine Diamanten an den Spinnennetzen aneinanderreihen.

Tautropfen im Morgensonnenlicht an einem Spinnennetz.
Kleine Tautropfen reihen sich wie Svarovski-Kristalle an die Fäden eines Spinnennetzes.

Wie geht es unseren kleinen gestreiften Honigsammlerinnen um diese Zeit zum Herbstanfang? Nach dem schönsten Spätsommer aller Zeiten geht es den Honigbienen ausgezeichnet. Die Honigbienen konnten sich gänzlich selbst mit Wintervorräten versorgen, sogar über alles bisherige Mass. So eine Wetter- und Futterkonstellation hat es zumindest seit Beginn meiner Imkertätigkeit nicht gegeben. Die Völker hatten in den letzten Wochen bestes Flugwetter bei Temperaturen deutlich über 25°Celsius. So haben sie ordentlich Nektar eingetragen, zuletzt vermutlich von Ölrettich (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lrettich), einer schnellwachsenden Pflanze für den Zwischenfruchtbau, die heuer zum ersten Male auf auffällig vielen Feldern gesät wurde.  Zwischenfrüchte heißen so, weil sie zwischen zwei Hauptfrüchten angebaut werden.  Zwischenfrüchte können als Erosionsschutz und zum Schutz vor Humusauswaschung dienen, indem sie den Boden beschatten und Wurzelmasse bilden. Auch Buchweizen, eine legendäre Bienenpflanze, war heuer auffallend häufig als Zwischenfrucht zu sehen, teilweise auch als Mischkultur mit Phacelia und Sonnenblumen und Lein. Markiert 2016 eine Trendwende für die Situation der Bienen in unserem Lande? Das läßt sich noch nicht eindeutig sagen, denn vielleicht war die gute Nektarversorgung allein dem außergewöhnlich heißen September geschuldet. Nächstes Jahr werden wir mehr wissen, ob die gute Nektarversorgung im Spätsommer eine Eintagsfliege war, oder ob wir Imker uns auf eine neue, positivere Nahrungssituation für unsere Bienen einstellen dürfen.

"Es sind die kleinen, unscheinbaren Dinge, die den Charme der Wildnis ausmachen." Grey Owl (Kanadischer Trapper und Poet)
„Es sind die kleinen, unscheinbaren Dinge, die den Charme der Wildnis ausmachen.“ Grey Owl (Kanadischer Trapper und Poet)

Die Bienen müssen nun vor den Herbststürmen gesichert werden. Dazu werden vereinzelt schlecht sitzende Innendeckel ausgetauscht und dann in der Werkstatt wieder instand gesetzt. Hierzu wird die Auflagefläche von Hand nachgehobelt, eventuelle Ritzen oder Sprünge durch Einspannen in der Hobelbank geschlossen und verschraubt. Von Innen werden Hohlräume mit Bienenwachs ausgegossen und von Außen mit Stopf-Hanf alle Ritzen abgedichtet. Zum Schluss werden die Köpfe der Dachpappnägel mit Korkstücken isoliert. Eine Menge Arbeit, aber dafür haben die Bienen im Winter einen warmen Kopf, was meiner Meinung nach entscheidend für Ihre Winterfestigkeit ist.

Spinnennetz mit Tautropfen in einem Zaunsegment eines Schafnetzes auf der Schafweide von Imkerei Oswald. Foto: imkerei-oswald.de
Spinnennetz mit Tautropfen in einem Zaunsegment eines Schafnetzes auf der Schafweide von Imkerei Oswald. Foto: imkerei-oswald.de, September 2016

Die Bedeutung des Herbstanfang für die Bienen

Ein altes Sprichwort aus Schuberts Winterreise sagt: „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keins mehr“. Dies gilt sinngemäß für die Bienen ab Mitte September. Der Wabenbau ist errichtet, die Vorräte eingedickt, eingelagert und sorgsam verdeckelt. Im Zentrum des Brutnestes leeren sich die Brutzellen durch die schlüpfenden Winterbienen, so dass die berühmte Gerstung´sche Hohlkugel entsteht. Die Bienen Überwintern bekanntlich schlecht auf gefüllten Zellen. Nun kehr langsam Ruhe ein. Wehe dem, der jetzt die Bienen stört, durch unnötige Erschütterungen, Eingriffe, zu spätes Füttern, Manipulationen oder ähnlichem Unfug. Die Bienen sollen möglichst bald die Flüge auf ein Minimum reduzieren, damit sie in ungeschmälert in voller Volksstärke in den Winter gehen können, ohne unnötigen Verlust an Flugbienen.

 

 

 

 

 

Ein später Schwarm nach der Sommersonnenwende

Sommersonnenwende: Die schön gestreiften Honigbienen der Oswalds.

Auch nach der Sommersonnenwende kann es vereinzelt noch Schwärme geben. Einem dieser späten Bienenschwärme dokumentieren diese Bilder:

Die Bienen haben die Schlüsselfunktion in unseren Ökosystemen inne, da sie für die Vermehrung der Pflanzen eine unverzichtbare Rolle als Pollinatoren wahrnehmen.
 Zum Trocknen ausgebreitetes Heu auf der Bienenhof Bienenkräuterweide. Dahinter die Pestkapelle mit einer mit Holzschindeln gedeckter Apsis und sieben barocken Pilastern in goldgelb, erbaut um 1650. Hier lies sich der späte Schwarm im Astwerk eines kleinen Zwetschgenbäumchen nieder.
Ein Schwarm!
Ein Schwarm sammelt sich um das kleine Bäumchen, wo sich bereits kleine Trauben von Bienen niedergelassen haben.
Eine alte Kapelleim Barockstil mit Holzschindeldeckung am historischen Bienenhof.
Ein neuer Bienenstaat an historischer Stätte. Napoleon ist nach der gewonnenen Schlacht von Abensberg hier vorbeigekommen, wo es auch etliche Gefechte gab.
Die schön gestreiften Honigbienen der Oswalds.
Nahaufnahme von Schwarmbienen der einheimischen Landbiene Apis mellifera hallertauensis aus Ökologischer Bienenhaltung auf dem Ökohof von Oswalds Honigshop, Imkerei und Bienenzucht.
Ökologische Schwarmbienenhaltung: Ein Bienenschwarm zieht in den Bienenkasten ein.
Unsere Honigbienenvölker stammen zu 100% aus natürlicher Schwarmvermehrung auf unserem Öko-Bienenhof. Hier zeiht gerade ein Naturschwarm nach der Sommersonnenwende in seine neue Behausung ein: Ein von uns in Handarbeit individuell gefertigte sogenannte Bienenbeute (Bienenkasten) aus hier gewachsenem Strobenholz. Ein Ast ist ans Flugbrett gelehnt, damit Bienen, die ins Gras gefallen sind nicht den Anschluß verlieren und auch zu Fuß in die Beute einziehen können.

 

 

 

Schwarmzeit: Warum schwärmen die Bienen eigentlich?

Ein langgezogener Bienenschwarm, wie er an einem Eichenast hängt.

Gesundung, Erneuerung, Aufteilung, Vermehrung, und Ausbreitung

Warum schwärmen die Bienen eigentlich? Es ist Schwarmzeit. Gelegentlich bilden sich Wolken von Bienen, die sich zunächst in der Nähe des Bienenstandes, von dem sie kommen, im Astwerk eines nahen Baumes niederlassen. Dann ziehen sie weiter übers Land und lassen sich gern in Hausgärten, an Sträuchern oder Bäumen nieder. Sie bilden dort eine kleine oder größere Schwarmtraube, die manchmal auch gigantische Ausmaße haben kann.

Zwei kleine Bienenschwärme an einer Eiche hängend.
Zu Beginn des Schwarmaktes ist der noch ungeordnete Schwarm oft aufgeteilt in mehrere lose Trauben von Bienen. Foto Imkerei Oswald Ende Mai 2016

Gegen Ende der Hauptfrühjahrsblüte -das ist in Deutschland meist gegen Ende der Rapsblüte- sind die Vorratskammern der Bienen gut gefüllt und alle Brutzellen mit schlupfreifen Bienen besetzt, so dass der Großteil der Jung- und Ammenbienen arbeitlos wird. Da die Jungbienen normalerweise eine eiweißreiche Pollennahrung zu sich nehmen, erzeugen sie laufend Gelée Royale, das ist Bienenmilch. Nachdem die Jungbienen aber aus besagtem Grund -Platzmangel- keine neuen Bienenbabys (junge Bienenmaden und Bienenlarven) mehr füttern können, beschließen sie nun mit Hilfe ihrer kollektiven Intelligenz Königinnen aufzuziehen. Hierzu bauen sie zunächst sogenannte Weiselbecher, dann Weiselkrüge und schließlich Weiselzellen, die ungefähr wie ein Fichtenzapfen aussehen. Darin befindet sich sehr viel Bienenmilch oder Gelée Royale, der als Nahrung für die Prinzessinen oder zukünftigen Bienenköniginnen dient. Die Ammenbienen sind aber hier nicht geizig, sondern legen oft sehr viele solche Weiselzellen an, meist  zwischen zehn und dreissig Stück.

Schwarmfang: Für den Schwarmfang verwendet der Fachmann eine hölzerne Obstbauleiter mit Treppenstufen, die man in jedem Gelände, auch im Hang sicher aufstellen kann. Imkerei Oswald 2016
Schwarmfang: Für den Schwarmfang verwende ich zur Sicherheit eine hölzerne Obstbauleiter mit Treppenstufen, die man in jedem Gelände, auch im Hang sicher aufstellen kann. Bienenhof Oswald im Isar-Hügelland, 2016.

Wenn die Weiselzellen nach 15 oder 16 Tagen schlupfreif sind, kommunizieren die Prinzessinen untereinander doch sogenanntes Tuten, das sind auch für das menschliche Ohr wahrnehmbare Töne, die sich so ähnlich wie der Ton des Shofars (Widderhorn) oder der Gesang der Wale anhört. Hier zeigt sich wieder, dass die größten und die kleinsten Tiere oft Änlichkeiten teilen, wie zum Beispiel die Vorliebe der Bären für Honig. Dieses Tuten warnt auch die bereits vorhandene Königin im Volk, vor der bevorstehenden Gefahr des Schlupfes der Jungköniginnen. Sie ist deshalb in Gefahr, weil das Bienenvolk, das um größtmögliche Einheit bemüht ist, immer nur eine einzige Königin duldet. Würde die alte Königin die Warnsignale ignorieren, müßte sie sich auf einen Zweikampf einstellen, den sie nicht gewinnen kann, denn die jungen Prinzessinen sind schneller und entschlossener und damit weit überlegen. Um der alten Königin zu einer Chance zur Flucht zu verhlefen, wurde sie von Ihrem Hofstaat aus Jungbienen auf Diät gesetzt. Durch diese unfreiwillige Schlankheitskur hat die alte Königin an Gewicht verloren, um wurde dadurch wieder flugfähig. Sie ist nun in der Lage, mit exakt der Hälfte der Bienen -einem Gemisch aus Bienen aller Altersstufen- als Schwarm auszuziehen zu einem noch ungewissen Bestimmungsort.

Schwärmendes Bienenvolk im Rondell der Imkerei Oswald. Die Königin befindet sich irgendwo in dem Getümmel. 2016.
Schwärmendes Bienenvolk im Rondell der Imkerei Oswald. Die Königin befindet sich irgendwo in dem Getümmel. Im Vordergrund der blühende Wiesensalbei, eine typische und charakteristische Bienenpflanze unserer Bienenkräuterweide. Eine der schönsten und besten Wiesenkräuter die es gibt.

Durch die Prinzessinen gewarnt und durch eine bestimmte Wetterkonstellation -schwülwarmes Wetter- geraten die Bienen wie auf Kommando in einen Art Schwarmrausch und stürzen Hals über Kopf aus dem Fluloch ins Freie hinaus. Sie steigen in die Lüfte und fliegen in einem unüberhörbaren lautem Summton in wilden Lemniskaden scheinbar durcheinander. Das ganze erinnert an Himmelskörper und Galaxien, die sich durch das Universum auf bestimmten Bahnen bewegen. Die Wolke schwebt dann langsam Richtung eines bestimmten Baumes, meist ein Bienenbaum wie die Eiche, Kirsche, Weissdorn, Mispel oder Kiefer.

Majestätisches Astwerk einer Eiche, schönes Streulicht fällt durchs junge Laub.
Die Eiche liefert nicht nur Eichenhonig, sondern sie ist auch ein guter Schwarmbaum. Waldbienenstand Imkerei Oswald 2016. Schönes Streulicht fällt durchs junge Laub.

Die westlichen Honigbienen sind sogenannte Kulturfolger, das heißt sie profitieren von der Anwesenheit von menschlichen Siedlungen. Daher wissen die Bienen durch ihre kollektive Intelligenz instinktiv, dass ihre Überlebenschance in Hausgärten und Siedlungen und Gehöften höher ist, als in der leeren, ausgeräumten Landschaft oder im öden Plantagenwald. Hier ist die Chance größer, dass sich ein Mensch findet, der Verantwortung übernimmt, der sich kümmert, der einen Imker anruft, damit die Bienen gerettet werden können.

Eine Bienenwohnung, vorbereitet für die Ein logierung eines Bienenschwarmes.
Eine Bienenwohnung, vorbereitet für die Ein logierung eines Bienenschwarmes. Das Innere der Bienenwohnung wurde abgeflammt und dadurch keimfrei gemacht. Um die Bienenwohnung vom Duft her attraktiv zu machen, wird von mir etwas Klosterfrau Melissengeist -Geheimtipp- auf die vier Wände und den Deckel gespritzt.

Die Größe des Schwarmes bestimmt die Größe der Beute. Der erste Schwarm, der sogenannte Vorschwarm mit der Altkönigin, nimmt etwa 50% der Bienen mit, der Zweite, der sogenannte Nachscharm mit der Jungkönigin nimmt von den verbleibenden Bienen nochmals die Hälfte an Bienen mit, also 25% des Ausgangsvolkes. Dann folgen weitere kleine Bienenschwärme zu 12,5% und 6,25%, jedoch ist dann oft die Unterrgrenze der Esistenzfähigkeit eines Schwarmes erreicht, so dass wir im Regelfall auf vier Schwärme pro Volk kommen.

Wenn Jungköniginnen ausfliegen, geben daheimgebliebene Bienen oft Duftsignale für eine sichere Rückkehr ab.
Wenn Jungköniginnen ausfliegen, geben daheimgebliebene Bienen oft Duftsignale für eine sichere Rückkehr ab.

Wenn alle abgflogenen Schwärme eine neue Behausung finden würden, wären mit  unserem Altvolk insgesamt 5 Völker geworden. Die vier Nachschwärme haben die Chance einen völlig neuen Wabenbau und Brutnest zu errichten, mit neuer Genetik. Sie haben auch die Chance, sich im Standort, Geländeklima und Kleinklima zu verbessern. Dies alles ist Teil der Antwort auf die Frage: Warum schwärmen die Bienen. Ein weiterer Aspekt ist jedoch dieser: Wenn all die Bienen im Altvolk verblieben wären, würden diese einen enormen Futterbedarf und Wärmebedarf darstellen, deshalb ist es für das Alvolk besser, die überschüssigen Bienen auf die Reise nach neuen Honigjagdgründen zu schicken.

Der neu einlogierte Bienenschwarm in seiner neuen Behausung.
Der neu einlogierte Bienenschwarm in seiner neuen Behausung.
Beim Einzug ins neue Heim ist das Gedränge groß. Apis mellifera hallertauensis, Imkerei Oswald 2016
Beim Einzug ins neue Heim ist das Gedränge groß. Apis mellifera hallertauensis, Imkerei Oswald 2016

Geben Sie kleinen und regionalen Imkereien eine Chance.  Regionalen Öko-Honig gibts bei Vollcorner Biomarkt in München oder hier bestellen: https://imkerei-oswald.de/shop/naturhonig-bienenhof-edition-sonnenvogelchen-6-x-500g-bio-bienenhonig-aus-dem-isar-hugelland/

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Löwenzahnhonig 2016: Heute beginnt die lang erwartete Löwenzahnblüte

Zwei gelbe Taraxacum Blüten und eine Nektarsammlerin, die Nektar für leckeren Biohonig sammelt.

Löwenhahnhonig 2016 ist eine Seltenheit geworden

Nachdem sich die Bienen vom anstrengenden Winter hierzulande durch Beflug der schönen Palmkätzchen der Weidenblüte gestärkt und auch geheilt haben, haben sie jetzt genug Kraft für die wohl wichtigste Trachtpflanze des Jahres, den phantastischen Löwenzahn.

Eine Honigbiene auf einer Löwenzahnblüte beim Nektartrinken
Eine Honigbiene auf einer Löwenzahnblüte beim Nektartrinken

Der Löwenzahn ist eine Speicherpflanze

Die Löwenzahnpflanze ist eine üppig blühende Speicherpflanze, die jeden noch so kleinen Sonnenstrahl bzw. Sonnenenergie in ihrer Pfahlwurzel speichern kann. Deshalb kann sie sehr schnell blühen, bevor allen anderen Wiesenkräutern.

Bienenvolk inmitten von blühendem Löwenzahn im Bienengarten der Imkerei Oswald April 2016
Bienenvolk inmitten von blühendem Löwenzahn im Bienengarten der Imkerei Oswald April 2016

Die Löwenzahnwurzel ist eßbar

Die Wurzel ist auch eßbar, nicht nur die Blätter und die Blüten. Die Blüten wurden früher mit Zucker zu einem Löwenzahnsirup eingekocht, da Löwenzahnhonig meist unerschwinglich und schwer zu bekommen war (wie auch heute noch).

Ökologischer Waldrand mit einer dichten Schlehenhecke und davor eine ungedüngte Naturwiese mit Löwenzahnblüte
Ökologischer Waldrand mit einer dichten Schlehenhecke und davor eine ungedüngte Naturwiese mit Löwenzahnblüte

Heimkehrende Bienen sind goldgelb bepudert

Honigbienchen, die vom Löwenzahnbeflug heimkehreren, sind am ganzen Körper goldgelb bepudert, die fleißigen Bienen können auf der üppigen Blüte förmlich ein Pollenbad nehmen.

Heimkehrende Bienen tragen an Ihren Beinpaaren bunte Pollenpakete in kleinen Körbchen. Bild Imkerei Oswlad April 2016
Heimkehrende Bienen tragen an Ihren Beinpaaren bunte Pollenpakete in kleinen Körbchen. Bild Imkerei Oswlad April 2016

Bitte nicht abmähen, sondern blühen lassen

Bitte Löwenzahn nicht abmähen, sondern blühen lassen. Erst wenn die weißen Schirme sich zeigen, kann man abmähen. Vor allem aber nicht mähen, wärend Bienen auf den Blüten sitzen, denn das wäre frevelhafter Bienenmord, denn die Bienen können die Gefahr von rotierenden Maschinen nicht schnell genug warnehmen und flüchten, da sie so emsig mit dem anstrengenden Pollensammeln und Bestäuben beschäftigt sind. Damit es Löwenzahnhonig 2016 geben kann.

Die Schlehenhecke ist ein herausragend wichtiges Element der Mitteleuropäischen Kulturlandschaft. Sie bietet unzähligen Lebewesen Schutz, schützt auch den Wald vor Austrocknung (Borkenkäfer!), und sorgt auch für Nistplätze für die Vögel und Nahrung für Schmetterlinge und alle Bienenarten. Darüberhinaus ist Schlehensaft eines der besten Gesundheitselixiere, das es gibt. Foto: Waldbienenstand bei Pfeffenhausen
Die Schlehenhecke ist ein herausragend wichtiges Element der Mitteleuropäischen Kulturlandschaft. Sie bietet unzähligen Lebewesen Schutz, schützt auch den Wald vor Austrocknung (Borkenkäfer!), und sorgt auch für Nistplätze für die Vögel und Nahrung für Schmetterlinge und alle Bienenarten. Darüberhinaus ist Schlehensaft eines der besten Gesundheitselixiere, das es gibt. Foto: Waldbienenstand bei Pfeffenhausen

Beweidung statt Gift und Gülle

Wer meint, er hätte zuviel Löwenzahn in seiner Wiese, irrt sich. Löwenzahn ist eine hervorragende, energiereiche und gesunde Weidepflanze für Schafe und Milchvieh. Sie ist ein Appetitanreger für das Weidevieh, sodass diese mit viel mehr Appetit fressen.

Blühender Löwenzahn auf einer Weidefläche im Isar-Hügelland; Imkerei Oswald, www.imkerei-oswald.de
Blühender Löwenzahn auf einer Weidefläche im Isar-Hügelland; Imkerei Oswald, www.imkerei-oswald.de
Kirschblüte von der Wald- bzw. Vogelkirsche am Waldsaum mit alten Eichen, ein intaktes Biotop und eine Pflanzengesellschaft, die typisch für das Isar-Hügelland ist.
Kirschblüte von der Wald- bzw. Vogelkirsche am Waldsaum mit alten Eichen, ein intaktes Biotop und eine Pflanzengesellschaft, die typisch für das Isar-Hügelland ist.
Wohl jenen Honigbienenvölkern, in deren Umkreis Löwenzahn noch blühen darf. Löwenzahn wird seit Jahrzehnten von der staatlichen Landwirtschaftsberatung zu Unrecht als Platzräuber im Grünland verunglimpft, was ich selbst bezeugen kann, da ich zwischen 1994 und 1996 eine landwirtschaftliche Ausbildung als Quereinsteiger absolviert habe.
Wohl jenen Honigbienenvölkern, in deren Umkreis Löwenzahn noch blühen darf. Löwenzahn wird seit Jahrzehnten von der staatlichen Landwirtschaftsberatung zu Unrecht als Platzräuber im Grünland verunglimpft, was ich selbst bezeugen kann, da ich zwischen 1994 und 1996 eine landwirtschaftliche Ausbildung als Quereinsteiger absolviert habe.
Honigwabe bzw. Pollenwabe mit Löwenzahnpollen und frisch eingetragenem Löwenzahnnektar
Honigwabe bzw. Pollenwabe mit Löwenzahnpollen und frisch eingetragenem Löwenzahnnektar
Eines unserer fleißigen Bienenvölker im Trachtflug auf den Löwenzahn. Imkerei Oswald imkerei-oswald.de
Eines unserer fleißigen Bienenvölker im Trachtflug auf den Löwenzahn. Imkerei Oswald imkerei-oswald.de

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Bienenvolk: Wohliges Brummen im Bienenkasten zu Beginn der Weidenblüte

Bienenvolk im zeitigen Frühjahr

Es ist noch sehr früh im Jahr, aber bei den Bienen muss man immer dem Geschehen einen Schritt voraus sein.

Starkes Volk im Kiefernwald (Kamera, GPS) imkerei-oswald.de
Starkes Volk im Kiefernwald (Kamera, GPS) imkerei-oswald.de

Frühlingsinspektionen

Ich prüfe das Gewicht und die Weiselrichtigkeit. Der  Tierbeobachtung räume ich oberste Priorität ein. Zuhören ist sehr wichtig. Die Bienen können sehr mitteilsam sein, wenn man Ihre „Sprache“ versteht.

Drohnenwaben

Die Bienen möchten jetzt Drohnenbrut anfangen. Dazu benötigen sie freien Platz.

Drohnenreserveleerwaben aus dem Wabenlager, links ausgebaut, rechts ausgeschnitten.
Drohnenreserveleerwaben aus dem Wabenlager, links ausgebaut, rechts ausgeschnitten; imkerei-oswald.de

Die Wabenordnung

Die  sogenannte Wabenordnung ist von existenzieller Wichtigkeit für das Bienenvolk. Nur durch genaue Kenntnis der Bedürfnisse und Anlagen des Bienenvolkes kann diese Wabenordnung eingehalten beziehungsweise optimiert werden.

Harmonisches Bienenvolk aus ökologischer Waldbienenhaltung von Imkerei Oswald imkerei-oswald.de
Harmonisches Bienenvolk aus ökologischer Waldbienenhaltung von Imkerei Oswald imkerei-oswald.de

Die Auswinterung nach August Ludwig

„Leuchtende Knospen an Baum und Strauch verheißungsvoll schön, rötlich schimmernde Weidenruten am Ufer des Baches, ein eigenartiges Blau am Horizont, weichere Luft und steigende Wärme verkünden uns die Wiederkehr des ewigen Frühlingslebens. Und der Mensch freut sich mit der Erde, der Lerche in blauer Luft, die aus Freude wiederkam, und mit dem Schmetterling, der der wärmenden Lebensspenderin Sonne seine bunten Flügel entgegenbreitet. Eine besondere Freude beseelt um diese Zeit diejenigen, der sich um die stachelbewehrten Bienen sorgen. Der Hühnerhalter kann seine lieben Tiere auch im Winter hegen und pflegen, der Imker muss geduldig warten und der Dinge harren, ehe er seine Sonnenvögelchen wiedersieht. (…) War die Warmhaltigkeit der Beuten im Winter gar nicht so erforderlich, so schütze man nunmehr die Völker vor allen Dingen vor Zugluft, denn nun lockert sich der Knäuel und die Bruttätigkeit beginnt im größeren Maßstab. (…) Der Imker aber, dem im Winter immer etwas fehlte, ist nun wieder ein ganzer Mensch, und bereitet sich vor auf das was kommen soll; und wer jetzt nicht gern von Bienen reden hört, sollte sich jetzt nicht in der Nähe von Bienenvätern aufhalten“

 

 

Wachs: Eigenes Bienenwachs jetzt neu

Gelbes Bienenwachs in trapezförmigen Barren gegossen.

Wachs

Wachs aus Waben von Bienenvölkeren aus dem Isar-Hügelland. Das Wachs wurde nur durch die natürliche Sonnenwärme in Handarbeit geschmolzen, bewußt ohne die üblichen aufwendigen maschinellen Verfahren.

Stärkung und Heilung

Nicht allein der Biene dient diese feine Substanz zur Stärkung und Heilung. Solange es Menschen auf dieser Erde gibt, hat das warme Licht der brennenden Wachskerze oder eine Bienenwachsauflage als archaisches Hausmittel gegen Kälte gedient.

Für die Bienenzucht

Aller Anfang ist schwer. Nachdem weltweit die Resourcen knapp werden, wird nun endlich die Schlüsselfunktion der Honigbiene für lebenswerte artenreiche Lebensräume erkannt, und Hunderttausende Menschen beginnen jetzt über die ganze Welt verteilt neu mit der Bienenhaltung.

Nördlich der Alpen

Nördlich der Alpen in Deutschland beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur nur niedrige 7° Celsius. Um selbst bauen zu können, benötigen die Bienen jedoch vier Voraussetzungen:

  1. Räumliche Enge: Der Platzbedarf für die Brut und die Vorräte ist größer als das vorhandene Wabenvolumen
  2. Wärme
  3. Reichlicher Nektar- oder Honigtaueintrag
  4. Vitale, fruchtbare Königin

Oft nur kurze Bauphasen

Da die obigen Voraussetzungen erfahrungsgemäße oft nur wenige Wochen im Jahr erfüllt sind, ist es oft ratsam bestimmten Bienenvölkern helfen, schneller zu bauen, indem Sie über dem Nest mit Wabenmuster versehene, gewalzte Wachsplatten angeboten bekommen, die sie dankbar annehmen. Dadurch gewinnen die Bienen einen Zeitvorsprung, der idealerweise zu starken, widerstandsfähigen und vitalen Völkern führt.

Um 1 Kilogramm Wachs zu erzeugen, verbrauchen die Bienen 4 kg Honig

Damit Wachs entsteht, müssen die Bienen eine hohe Temperatur über einen längeren Zeitraum erzeugen. Außerdem muss ein großer Teil der Bienen eines Bienenvolkes zu Hause im Nest bleiben. Das Erschwitzen des Bienenwachses ist eine der anstrengensten Tätigkeiten im Bienenvolk. Die dafür spezialisierten Bienen müssen eine sehr viel eiweißreichere Blütenpollen Diät einhalten.

Bienen verwandeln Sonnenlicht in Wachs und Honig

Schon die goldgelbe Farbe läßt die Sonnenkräfte erahnen die diese beiden Substanzen inne haben. Sie sollten in keiner Hausapotheke fehlen und können da eingesetzt werden, wo erwärmende und beruhigende Sonnenwirkungen benötigt werden.

Hier ein Link zur Bienenwachsproduktdetailseite:https://imkerei-oswald.de/shop/bienenwachs-bio-von-imkerei-oswalds-bienen-im-isar-huegelland-barren-blockwachs-preis-per-100g

 

 

 

Honigernte in der Imkerei Oswald im Jahrhundertsommer 2015

Bio-Imker Hans Georg Oswald bei den Bienen.
Am Waldbienenstand, etwas Rauch aus Kiefernnadeln besänftigt die fleißigen Bienen
Am Waldbienenstand, etwas Rauch aus Kiefernnadeln besänftigt die fleißigen Bienen
Imkermeister O. bei der Tierbeobachtung bzw. Wabenbeurteilung
Imkermeister O. bei der aufmersamen Tierbeobachtung bzw. Wabenbeurteilung, welche wichtige Erkenntnisse für die nächsten Schritte liefert. Man muss immer die  Entwicklung einen Schritt vorausahnen, um bei  einem eventuell ungünstigen Verlauf der Dinge schnell korrigieren bzw. ins Lot bringen zu können.
Ein schwerer Honigraum wiegt ca. 20-25 kg. Die Bienen sind erleichtert, wenn Sie den Honig nicht mehr wärmen müssen, und die Wärme nun näher zum Brutnest und zum neu eingetragenen Nektar lenken können.
Ein Honigraum wiegt ca. 20-25 kg. Den Bienen ist geholfen und sie sind erleichtert, wenn Sie überschüssigen Honig nicht mehr wärmen müssen, und die Wärme nun näher zum Brutnest und zum neu eingetragenen Nektar lenken können.
Eine kleine Biene, die doch so unendlich viel leistet.
Eine kleine Biene, die doch so unendlich viel leistet.
Frei nach STEINER: "Wer einen Bienenstock sieht, sollte fast in gehobener Stimmung sagen: Über den Umweg der Bienen und des Honigs zieht das ganze Universum hinein in den Menschen". Es Bedarf Flugleistungen in der Größenordnung einer Erdumrundung allein für ein Glas Honig.
Frei nach Steiner: „Wer einen Bienenstock sieht, sollte fast in gehobener Stimmung sagen: Über den Umweg der Bienen und des Honigs zieht das ganze Universum hinein in den Menschen“. Es Bedarf Flugleistungen in der Größenordnung einer Erdumrundung allein für ein Glas Honig. All die Sinnesleistungen und Gedächtnisleistungen der Bienen finden sich wieder im Honig, diesem wahren Zaubertrank. Deswegen spricht man auch von der Biene als einer „fliegenden Apotheke“.
Kinder interessieren sich einfach natürlich für Honig und Bienen, weil die der Honig gut schmeckt, und die Bienenzucht immer ein echtes Abenteuer ist und bleibt.
Kinder interessieren sich einfach natürlich für Honig und Bienen, weil Ihnen der Honig gut schmeckt, und die Bienenzucht immer ein echtes Abenteuer ist und bleibt.
Honigschleudern macht Spaß und ist sehr interessant.
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Beste imkerliche Grüße vom Bienenhof im IsarHügelland.
Euer Hans Georg

 

Bilder von der Kornellkirschenblüte

Eine Frühjahrsbiene ruht sich auf einer Kornellkirschenblüte aus.
Die phänomenale Blüte der Kornellkirsche
Die phänomenale Blüte der Kornellkirsche. Die Blütenuhr steht momentan auf Kornellkirsche. Dieser Strauch mit seinen außergewöhnlich schönen und auffällig gelben Blüten ist zwar ein Bienenmagnet, konnte aber wegen des Kälteeinbruchs noch nicht von den Bienen beflogen werden. Jedem, dem das Wohlergehen der Bienen ein Anliegen ist, sollte auf die Anpflanzung der Sträucher der Kornellkirsche in seinem Garten nicht verzichten.
Eine Nektarsammlerin
Eine Nektarsammlerin
Ein Kornellkirschenstrauch
Ein Kornellkirschenstrauch
Das Holz der Kornellkirsche
Das Holz der Kornellkirsche
Der Bienenstand im April noch vor dem Laubaustrieb
Der Bienenstand im April noch vor dem Laubaustrieb

Bienen im Winter: Der wärmste November und Dezember aller Zeiten

Abendstimmung am Waldbienenstand. Das Dunkel der Fichtenzweige vor dem dunkelviolett des Abendhimmels. Am Horizont ist ein goldener Streifen.

Heute, am 23. Dezember 2014 sind wieder die Bienen geflogen. Auch im warmen Winter 2013 sind die Bienen am 24.Dezember geflogen. Aber diesmal gab es vorher zu keinem Zeitpunkt Schnee oder eine richtige Kältephase, nur ein- bis zweimal etwas  Rauhreif.Der Ackersenf ist noch in Blüte, und selbst in einem Schlag Winterraps habe ich ein leichtes Wachstum der Pflanzen gesehen.

Waldbienenstand in der Abenddämmerung des 23.Dezember 2014
Waldbienenstand in der Abenddämmerung des 23.Dezember 2014
Die Fichtenzweige der Trauffichten zaubern ein Muster in den Abendhimmel, dahinter Schlehenhecken
Die Fichtenzweige der Trauffichten zaubern ein Muster in den Abendhimmel, dahinter Schlehenhecken

Die Honigbienen nutzen die Wärme, um die Wintertraube auszudehnen, und Honig von den Randwaben ins Innere zu schaffen, was bei sehr niedrigen Temperaturen nicht mehr möglich ist. Nachzügler, die aus irgendeinem Grund später dran waren mit der Brut, bekommen jetzt Honigwaben an ihr Nest gehängt, denn sonst würden sie verhungern, was unter keinen Umständen passieren darf.

Schmetterlinge und Bienen stärken sich noch einmal an den Astern des Bienenhofes von imkerei-oswald.de

Eine nette kleine Biene auf einer lila Asternblüte.
Blühende Astern, hier die Neuenglische Aster ASTER NOVAE-ANGLIAE L.
Blühende Astern, hier die Neuenglische Aster ASTER NOVAE-ANGLIAE L.
Farbvariante 1
Farbvariante 1
Farbvariante 2
Farbvariante 2
Farbvariante 3
Farbvariante 3

Ein Blütengast, wer kennt ihn?

Farblich eine Augenweide, im wahrsten Sinne des Wortes (4 Augen auf einmal schauen einen an)
Farblich eine Augenweide, im wahrsten Sinne des Wortes (4 Augen auf einmal schauen einen an)
Ein weiterer emsig beschäftigter Asterngast, eine unserer Honigbienen
Ein weiterer emsig beschäftigter Asterngast, eine unserer Honigbienen
WoW! Was für ein Farbschauspiel: Goldene Biene auf einem Farbspektakel aus Goldgelb und Lila
WoW! Was für ein Farbschauspiel: Goldene Biene auf einem Farbspektakel aus Goldgelb und Lila
Auch der Schmetterling ernährt sich von dem, was um die Bienen herum entsteht
Auch der Schmetterling ernährt sich von dem, was um die Bienen herum entsteht
Vor dem Abflug noch schnell Sonnenstrahlen einfangen
Vor dem Abflug noch schnell Sonnenstrahlen einfangen